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| Blackfield Festival 2008 Bericht mit den von uns geführten Interviews auf dem Blackfield Festival 2008 |
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4 - Obscenity Trial
Tag 3 des Blackfield Festivals 2008
OBSCENITY TRIAL Gerade das lang ersehnte neue Material live von Solitary Experiments zu hören bekommen, erwartet uns eine Überraschung: Wen haben wir denn da, das ist doch der Oliver Wand von Obscenity Trial. Natürlich mußten wir direkt mal bei ihm vorbeischauen, nachdem wir ihn im Publikum entdeckten. Freundlich wie er ist, hat er sich auch gleich bereit erklärt, ein paar spontane Fragen von uns zu beantworten. Um 14 Uhr dann und mal nicht backstage, sondern mitten im gemeinen Volk, erzählt Olli uns vom Bier trinken mit Spetsnaz und was es mit der Auszeit von Obscenity Trial auf sich hatte. Oliver, du bist diesmal nicht auf der Bühne zu sehen, sondern nur als Gast hier. Wie ist dein Eindruck vom Festival? Oliver: Ich muß sagen, ich war sehr positiv überrascht von der Location. Ich war selbst noch nie hier, habe auch das erste Amphi Festival, das ja damals hier stattfand, nicht miterlebt. Die Atmosphäre ist toll. Ich glaube, die Leute haben ihren Spaß hier und den hab ich auch. Es war schön, gestern schon ein paar Bands gesehen zu haben. Hattest du einen Favoriten, eine Band, die du dir unbedingt anschauen wolltest? Oliver: Ich wollte unbedingt Iris mal wieder sehen, weil ich sie sehr lange nicht mehr erlebt und auch schon sehr lange nicht mehr getroffen habe. Das Konzert hat mir sehr gut gefallen. Die technischen Probleme, die sie hatten, haben sie sehr gut gelöst. Außerdem habe ich gestern Northern Lite zum ersten Mal erleben dürfen. Und „dürfen“ sag ich deshalb, weil ich es wirklich toll fand. Nun zu Obscenity Trial: Ihr habt vor einiger Zeit ein neues Album herausgebracht und geht jetzt im November auf eine große USA-Tour. Warum ausgerechnet die USA? Oliver: Die Gelegenheit hatte sich so ergeben. Wir haben im April zwei Shows dort gespielt und erste Kontakte zu den Veranstaltern aufgebaut. Später saß ich mit den Jungs von Spetsnaz mal zusammen und habe sie gefragt, ob wir was zusammen machen könnten und dabei Amerika als Beispiel vorgeschlagen. Die beiden fanden die Idee sofort gut. Die Größenordnung, die das Ganze jetzt angenommen hat, war am Anfang noch nicht abzusehen, als wir uns aus einer typischen Bier-Laune heraus dafür entschieden haben. Umso mehr freuen wir uns, daß es überhaupt stattfinden wird und können es kaum abwarten, daß es los geht. Ihr seid sowieso sehr viel im Ausland unterwegs. Vor einiger Zeit wart ihr zum Beispiel auch in Afghanistan.. Oliver: Genau. Wir wurden von der Bundeswehr dorthin eingeladen, genauer gesagt, von der ISAF und haben dort in Kabul und in Mazar-e-Sharif gespielt. Noch mehr im Detail will ich darauf an dieser Stelle gar nicht eingehen, weil das Thema schon sehr ausführlich in der Szene-Presse besprochen wurde. Es war aber toll und ich kann nur sagen, daß wir das jederzeit wieder machen würden. Obscenity Trial gibt es ja schon wesentlich länger, als die beiden Alben, die ihr veröffentlicht habt. 1993 habt ihr angefangen und 5 Jahre später das Projekt erstmal wieder auf Eis gelegt. Warum? Oliver: Es war so, daß wir damals keinen Plattenvertrag hatten. Wir haben uns zwar darum bemüht, aber aus Gründen, die nur die Mitarbeiter unseres damaligen labels kennen, keinen bekommen. Dann war die Situation damals auch so, daß wir die Schule beendet und eine Berufsausbildung bzw. Studium angefangen haben. Es gab Umzüge, die das Studium mit sich bringt, usw. Ab einem gewissen Punkt haben wir dann auch den Spaß verloren und uns dann deshalb dazu entschieden, erstmal aufzuhören. Denn, wenn du nicht selbst an das glaubst, was du tust, kauft dir das auch kein Anderer ab. Das Projekt war dann erstmal auf Eis gelegt. In der Zeit habe ich viele andere Sachen ausprobiert, wie zum Beispiel eine Gesangsausbildung, mal ein Musical und eher klassische Shows gemacht. Dabei hab ich festgestellt, daß es nicht das ist, was ich möchte und bin dann doch wieder zurück zur elektronischen Musik gekommen. Als Frank und ich uns dann einig waren, daß wir das Projekt wieder aufleben lassen wollen, war uns noch nicht klar, daß wir nur ein paar Monate später den Plattenvertrag unterschreiben oder dann mit And One auf eine ausverkaufte Tour gehen würden. Also es ist unglaublich viel in sehr kurzer Zeit passiert, was überhaupt nicht zu erwarten war und wir finden es nach wie vor toll. Das finden wir auch und bedanken uns für ein schönes Spontan-Interview. Glücklich über unsere erste Station-ID dieses sonnigen letzten Festival-Tages, machen wir uns auf den Weg zum backstage-Bereich, wo schon Vasi Vallis von Reaper auf uns wartet. Interview: Darkstone Text: Cara |
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